beStimmt.

Ausstellungsdauer: 28.04.2023 bis 31.10.2024

Das Frauenmuseum Berlin e.V. ist ein Netzwerk kunstschaffender Frauen in Berlin. Die Ausstellung „beStimmt“ zeigt Arbeiten von 16 Künstlerinnen des FMB:
Katia Sophia Ditzler • Ulrike Dornis • Caty Forden • Ina Geissler • Ulrike Gerst • Andrea Golla • Margret Holz • Verena Kyselka• Uschi Niehaus • Zuzanna Schmukalla • Annette Selle • Beate Selzer • Beate Spitzmüller • Anja Sonnenburg • Marianne Stoll • Sibylla Weisweiler (Kuratorin Ulrike Oppelt)

 

English version below

 

 In „beStimmt“ geht es um Stimme, Haltung und Auftreten, wie vielstimmig die Kunst ist und wie Selbst-bestimmt die individuelle Künstlerin ihre Stimme entfaltet. In Malerei, Zeichnung, Collage, Objekt, Fotografie und Film setzen sich die Werke mit traditionellen Frauenbildern und Geschlechterunterschieden auseinander, die sich auf die politische Mitbestimmung und die gesellschaftliche Teilhabe von Frauen auswirken. Die Werke erzählen auch von Identität im interkulturellen Vergleich und der Suche nach angemessener Erinnerungskultur.
2018 wurde zumindest das Recht zu wählen mit 100 Jahre Frauenwahlrecht bejubelt. 1949 wurde im Grundgesetz verankert, dass Männer und Frauen gleichberechtigt sind. 1958 wurde der so genannte Gehorsamsparagraf, auch bekannt als „die Haushaltsehe“ abgeschafft, nach dem die Frau der alleinigen Entscheidung des Ehemannes unterstellt war. Die Vergewaltigung in der Ehe wurde jedoch erst 1997 strafbar. In den 1960er Jahren half die Antibabypille, dass Frauen selbst bestimmen können, ob und wann sie Kinder bekommen. Ohne Strafe eine ungewollte Schwangerschaft beenden, konnten sie jedoch erst 1974. Und 2007 ist die Elternzeit in Kraft getreten, durch die sich beide Elternteile die Kindererziehung teilen können. Wofür ist sie bestimmt, die Stimme? Gib deiner Stimme eine Richtung!

 

English

The exhibition"beStimmt" is about voice, attitude and appearance; how multi-voiced art is and how self-determined the
individual artist unfolds her voice. In painting, drawing, collage, objects, photography and film, the works deal with traditional images of women and gender differences; differences which affect the political co-determination and the social participation of women in society. The works also tell the story of identity in intercultural comparison and the search for appropriate memory culture.
In 2018, 100 years of women's suffrage was celebrated. In 1949, the Basic Law (in Germany) enshrined that men and women have equal rights. In 1958, the so-called obedience paragraph, also known as "household marriage," according to which the wife was subject to the husband's sole decision, was abolished. Marital rape, however, did not become punishable until 1997. In the 1960’s birth control helped women determine whether and when to have children. Yet it wasn’t until 1974 that they could end an unintended pregnancy without penalty. And in 2007, parental leave came into effect, allowing both parents to share the task of raising children. Give your voice direction!