Künstlerinnen A-D


Caroline Armand

Vita

1968 geboren in Versailles, Frankreich, lebt seit 2004 in Berlin

1998 - 2003

 

Studium der freien Kunst an der Hochschule der Bildenden Künste Saar, Diplom, Meiserschülerin

1991 - 1997  

Freischaffende Kostümbildnerin

"Gleichzeitig aus der Wand heraus und in sie hinein, sind Armands Faltobjekte von fesselnder Dynamik. Die Vertikalität ihrer Komposition ist zum einen zentral für das Kunstwerk, zugleich ist sie es nicht. Was ist hier Wand, oder schon Landschaft? Caroline Armand bezeichnet ihre Arbeit als „Wandlandschaft“. So wie jedes Objekt selbst sowohl Material als auch Methode, Teil eines Ganzen und dabei selbst ein Ganzes ist, so ist deren Ensemble vertikale Wand und horizontale Landschaft in einem: Raum und Bild zugleich." Kerstin Stamm, Ausschnitt aus dem Text entstanden im Rahmen der Ausstellung „Wenn es dunkel wird, faltet sich alles zurück“ im Pavillon am Milchhof, Berlin 2017 

 

caroline-armand.net



Judith Brunner

Vita  
1955 geboren in München 
1984 Meisterschülerin freie Malerei und Grafik, Klasse Allen Jones, UDK Berlin
1984-85 Jahresstipendium des DAAD, New York
1984-86 Stipendium der Karl Hofer Gesellschaft, Berlin
1988 Projektstipendium des Senats für Kulturelle Angelegenheiten 
1985/1990 Assistenz an der School of Visual Arts, New York
1993 Gründung des Grafik Studios type talks
2002 Gründung des Verlags type talks

„Das künstlerische Werk von Judith Brunner umfasst Malerei genauso wie Zeichnung oder Fotografie. Eine besondere Werkgruppe bilden die Künstlerbücher, in denen Collagen oder Cut-outs den Pinsel ersetzen. Grundthema ihrer Arbeit ist die sie umgebende StadtLandschaft, das lineare und räumlich überbordende Netzwerk, in dem sie sich bewegt. Überhaupt scheint Bewegung und Gleichzeitigkeit eine wichtige Antriebsfeder der Künstlerin zu sein. In der aufmerksamen Verdichtung scheinbarer Gegensätze lädt Brunner uns dazu ein, uns auf die Gleichzeitigkeit von Farbe, Fläche und Raum einzulassen – derselben Gleichzeitigkeit, die wiederum dem Melting Pot unserer Gesellschaft entspricht. Voller Sensibilität lenkt sie uns in dieser stark farbigen Welt auf den einen Punkt, an dem unmerklich alles in Einklang fällt.“

L. Tol, Auszug aus Judith Brunner -  movements 

 




Katia Sophia Ditzler



Ulrike Dornis

Vita

geboren in Leipzig,  lebt seit 1999 in Berlin
1982-1984

Lehre zur Stukkateurin, Gesellenbrief

1986-1992
Studium der Malerei an der HGB, Diplom bei Prof. Arno Rink

Preise und Stipendien  Auswahl

2021

 

Gastspielförderung des Freistaates Sachsen für die Ausstellung ReRenaissance

2013

 

Ankauf durch die Kulturstiftung Sachsen

Projektförderung des Senat Berlin

2006 Neuköllnisch Wasser, Projektstipendium des Kulturamts Neukölln, Berlin
2000-2002 

Stipendium des Kulturfonds Sachsen

1999

 

Pollock-Krasner Stipendium, New York

Goldrausch Stipendium des Senats Berlin

1995-1996

Atelierstipendium der Stadt Leipzig

1993-1995

DAAD Reise-Stipendium (Ägypten)

1993

 

DAAD Sprach-Stipendium (Irland)

Expo 2000, Hannover, Preisträgerin

Ulrike Dornis bemüht sich, Malerei als ihr ureigenes, vertrautes Medium immer wieder neu zu erfinden, ohne dabei Traditionen aus dem Auge zu verlieren. Ihr malerisches Oeuvre war ursprünglich von architektonischen Motiven und Stillleben gerägt. Anschließend hat sie sich in der Serie „Arabesque“ über mehrere Jahre hinweg einer einzigen Textilie und damit zugleich abstrakt-malerischen Fragen und Problemlösungen gewidmet. Dafür boten die Muster eines ägyptischen Tuchs eher den formalen Vorwand. Nun arbeitet die Malerin nach langen Jahren völliger „Figur-Abstinenz“ ganz im Sinne akademischer Malerei mit Modellen. Diese werden von ihr gleichsam als Medium genutzt, Haltungen und Emotionen im Nachvollzug zu erarbeiten. Dieses künstlerische „Hilfspersonal“, das etwa auch Gustav Klimt wie selbstverständlich und in großer Zahl in seinem Atelier zur Verfügung stand, wird von Dornis eher als gleichberechtigte Akteure eingesetzt. Ihre weiblichen Modelle sind nämlich aufgefordert, Motive und Haltungen aus dem kunsthistorischen Erbe zu „reinacten“. Die Frauen sind nicht nur Gliederpuppen, um Proportionen und Schattenverläufe zu klären sondern interagieren vielmehr mit der Künstlerin und dem historischen Bildgedächtnis.

(Dr. Martin Steffens)

 



Katia Sophia Ditzler