Judith Brunner, Katia Sophia Ditzler, Ulrike Dornis, Christine Falk, Caty Forden, Ina Geißler, Ulrike Gerst, Andrea Golla, Harriet Groß, Margret Holz, Helena Kauppila, Rachel Kohn, Verena Kyselka, Uschi Niehaus, Roswitha Paetel, Zuzanna Schmukalla, Annette Selle, Beate Selzer, Anja Sonnenburg, Beate Spitzmüller, marianne Stolz, Anke Westermann, Regina Weiß, Sibylla Weisweiler, Marcelina Wellmer, Konzeption und Umsetzung: Annette Selle
Ausstellung in der Kunsthalle Brennabor
29. Mai bis 5. Juli 2026
Englisch Version below
Mit dem berühmten Satz „Man steigt nicht zweimal in denselben Fluss“ formulierte Heraklit eine der grundlegenden Einsichten der Philosophie: Alles befindet sich im Wandel. Nichts bleibt, wie es ist – weder die Welt um uns herum noch wir selbst.
Jeder Augenblick ist einmalig. So wie das Wasser eines Flusses unaufhörlich weiterströmt, verändert sich auch unser Leben beständig. Erfahrungen, Begegnungen und Wahrnehmungen sind niemals identisch, weil sich sowohl die äußeren Umstände als auch unser eigener Blick auf die Welt fortwährend wandeln.
Die Ausstellung in der Kunsthalle Brennabor greift diesen Gedanken auf und lädt dazu ein, Veränderung nicht als Verlust, sondern als schöpferische Kraft zu begreifen. Wandel eröffnet neue Perspektiven, schafft Raum für Erneuerung und macht deutlich, dass das Leben kein statischer Zustand, sondern ein fortlaufender Prozess des Werdens ist.
Im Zentrum steht die Frage, wie wir mit dieser ständigen Bewegung umgehen. Was bedeutet es, im Augenblick präsent zu sein? Wie verändert sich unsere Wahrnehmung, wenn wir akzeptieren, dass nichts dauerhaft festgehalten werden kann? Und welche Möglichkeiten entstehen, wenn wir den Wandel als natürlichen Bestandteil unseres Daseins verstehen?
Die Ausstellung versteht sich als Einladung, den eigenen Blick auf Zeit, Veränderung und Vergänglichkeit zu schärfen. Sie richtet die Aufmerksamkeit auf die Einzigartigkeit jedes Moments und auf die Chancen, die in jeder Bewegung und in jedem Übergang verborgen liegen.
Englisch
One Never Steps into the Same River Twice
With the famous phrase "One never steps into the same river twice," Heraclitus articulated one of the fundamental insights of philosophy: everything is in a state of flux. Nothing remains as it
is – neither the world around us nor ourselves.
Every moment is unique. Just as the water of a river flows on incessantly, so too does our life constantly change. Experiences, encounters, and perceptions are never identical, because both the
external circumstances and our own view of the world are continually shifting.
The exhibition at the Kunsthalle Brennabor takes up this idea and invites visitors to understand change not as loss, but as a creative force. Transformation opens new perspectives, creates space
for renewal, and makes clear that life is not a static condition, but an ongoing process of becoming.
At the heart of the exhibition lies the question of how we deal with this constant motion. What does it mean to be present in the moment? How does our perception change when we accept that
nothing can be permanently held on to? And what possibilities arise when we understand change as a natural part of our existence?
The exhibition sees itself as an invitation to sharpen one's own perspective on time, change, and transience. It directs attention to the uniqueness of every moment and to the opportunities that
lie hidden in every movement and every transition.
