Vita

 
1962  geboren in Prag

1981-1987

 

Akademie der Bildenden Künste München, Meisterschülerin, Diplom

Studienaustausch mit Bezalel Academy of Art Jerusalem

1993 Umzug nach Berlin

2001+2003    

Werkvertrag der Künstlerförderung Berlin

2005+2012

Projektförderung durch die Stiftung Zurückgeben

seit 2007

 

Vorsitzende des Frauenmuseums Berlin e.V., ehrenamtliche Arbeit als Organisatorin und Kuratorin von zahlreichen Ausstellungen

2016/2017

 

1. Preis und Realisierung beim Wettbewerb „Gestaltung Gemeindesaal der jüdischen Gemeinde Nürnberg“

Rachel Kohn erzählt von Behausungen und Wohnungen, von der Sehnsucht nach dem Daheimsein und von der Unsicherheit in den eigenen vier Wänden, von Elternhäusern und Wohnsitzen, von Nestsuchern und Nestflüchtern im Wechselverhältnis von Aufbau und Zerstörung.

Das Gestalt-Spektrum reicht von kompakt kubischen und geschlossenen Elementen über amorphe bis hin zu durchbrochenen oder gänzlich offenen Komponenten.

 

Mal ist ihre Anmutung lastend, mal schwebend. Die Gebilde treten vernäht, gänzlich verhüllt oder in Zerfall begriffen in Erscheinung.

 

Manche halten ihren Inhalt, andere werfen ihn aus.

 

Ihr Zeichenvorrat markiert das stabil Architektonische ebenso wie das Poetische.

 

 

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Ihre Bezugsorte wählt sie sicherlich nicht zufällig. An einer Stelle gibt es soetwas wie einen Rand der Zivilisation, an dem Wasser und Land zusammenstoßen.

Gemeinhin ist der Mensch skeptisch gegenüber Rändern und Übergängen, Rachel Kohn weiß aber auch um die Faszination, die diese Ränder ausüben.

 

aus einer Eröffnungsrede von Christoph Tannert, Bethanien