linke Seite: Joana und Heleen probieren für „Judith und ihre Magd“ (nach Artemisia Gentilesci), Öl/Lwd., 70 x 90 cm, 2019

rechte Seite: Joana und Heleen probieren für „Judith“ (nach Artemisia Gentilesci), Öl/Lwd., 155 x 120 cm, 2019

Vita

geboren in Leipzig,  lebt seit 1999 in Berlin
1982-1984

Lehre zur Stukkateurin, Gesellenbrief

1986-1992
Studium der Malerei an der HGB, Diplom bei Prof. Arno Rink

 

Preise und Stipendien  Auswahl

2013                

 

Ankauf durch die Kulturstiftung Sachsen-run with us, Projektförderung des Senat Berlin
2006 Neuköllnisch Wasser, Projektstipendium des Kulturamts Neukölln, Berlin
2000-2002 

Stipendium des Kulturfonds Sachsen

1999

 

Pollock-Krasner Stipendium, New York

Goldrausch Stipendium des Senats Berlin

1995-1996

Atelierstipendium der Stadt Leipzig

1993-1995

DAAD Reise-Stipendium (Ägypten)

1993

 

DAAD Sprach-Stipendium (Irland)

Expo 2000, Hannover, Preisträgerin

Ulrike Dornis bemüht sich, Malerei als ihr ureigenes, vertrautes Medium immer wieder neu zu erfinden, ohne dabei Traditionen aus dem Auge zu verlieren. Ihr malerisches Oeuvre war ursprünglich von architektonischen Motiven und Stillleben gerägt. Anschließend hat sie sich in der Serie „Arabesque“ über mehrere Jahre hinweg einer einzigen Textilie und damit zugleich abstrakt-malerischen Fragen und Problemlösungen gewidmet. Dafür boten die Muster eines ägyptischen Tuchs eher den formalen Vorwand. Nun arbeitet die Malerin nach langen Jahren völliger „Figur-Abstinenz“ ganz im Sinne akademischer Malerei mit Modellen. Diese werden von ihr gleichsam als Medium genutzt, Haltungen und Emotionen im Nachvollzug zu erarbeiten. Dieses künstlerische „Hilfspersonal“, das etwa auch Gustav Klimt wie selbstverständlich und in großer Zahl in seinem Atelier zur Verfügung stand, wird von Dornis eher als gleichberechtigte Akteure eingesetzt. Ihre weiblichen Modelle sind nämlich aufgefordert, Motive und Haltungen aus dem kunsthistorischen Erbe zu „reinacten“. Die Frauen sind nicht nur Gliederpuppen, um Proportionen und Schattenverläufe zu klären sondern interagieren vielmehr mit der Künstlerin und dem historischen Bildgedächtnis.                                                                    Dr. Martin Steffens